Jünglinge
Sie sind keine kleinen Kinder mehr, aber auch noch nicht erwachsen – Jünglinge, Knaben, Buben, Burschen, Mädchen – alles Synonyme für diese junge Altersgruppe. Sie sind längst eigenständig in Denken und Handeln, benötigen aber dennoch eine leitende Hand, die sie in die Welt der Erwachsenen hinein begleitet.
Der Tag beginnt für sie ganz unbefangen, Zeit spielt noch keine Rolle. Alles ist neu, alles ist aufregend, alles ist ein Abenteuer. Freunde sind wichtig, Geschwister, Bekannte, aber auch die Zeit, in der sie sich zurückziehen und für sich sein können.
Termindruck kennen sie nicht, keine Sorgen um Geld, um Arbeit, um die Existenz – müssen sie auch nicht, denn sie sind schließlich Kinder. Als Spiegelbild der Gesellschaft zeigen sie uns unsere Fehler, aber auch unsere Chancen auf. Für sie müssen wir stark sein, für sie müssen wir kämpfen, für sie sind wir da.
Träumen können sie, ihrer Fantasie und Kreativität unbefangen freien Lauf lassen, herumalbern, spielen, toben, Unsinn machen und sich abends von ihren Eltern ins Bett bringen lassen in ihrem Kinderzimmer mit Räubermotiven auf dem Rollo, mit den Bauklötzern in der Ecke und dem Kuscheltier im Arm. Ihre Zukunft malen sie sich in den buntesten Farben aus – wo sie leben, was sie einmal werden möchten, wie viel Kinder sie selber später haben werden.
Aber auch bei ihnen macht die Zeit nicht halt und kaum, dass man sich versieht, tragen sie eine Schultüte in der Hand, kommen auf die höhere Schule, fangen an mit Studieren, ziehen in die erste WG und führen ihr eigenes und unabhängiges Leben.
Der eine startet eine Auslandsreise, andere kaufen die erste Eigentumswohnung in Berlin, manch einer ist längst in die Arbeitswelt integriert, andere machen sich schon Gedanken über die passenden Hochzeitskarten.
Und bald stehen sie am gleichen Punkt und sorgen dafür, dass die nächste heranwachsende Generation bestmöglich aufgezogen, geleitet und begleitet wird im großen Abenteuer, dass man Leben nennt.
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